Aktientipp Juni 2018

Leider habe ich es im Mai nicht geschafft einen Aktientipp zu veröffentlichen. Die ersten beiden Wochen im Mai bin ich im Urlaub in Dresden gewesen (eine sehr schöne Stadt) und die beiden folgenden Wochen bin ich beruflich sehr eingespannt gewesen. Eine Dienstreise nach Slowenien stand auch auf dem Programm. Und Schwups ist der Mai schon vorüber gewesen.

Aber im Juni ist es wieder soweit, der Aktientipp für Juni kann sich nach meiner Meinung aber umso mehr sehen lassen. Nach dem Börsenschwergewicht mit Kraft Foods aus dem April tummelt sich mit Pfitzer im Juni ein noch größeres Unternehmen in meinen Aktientipps. Wie schon im April bin ich auch diesmal überrascht wie günstig dieses Schwergewicht zu Zeit zu haben ist. Wie günstig könnt ihr wie immer in den Kennzahlen weiter unten nachlesen. Aber jetzt erst mal wie immer eine kleine Reise in die Geschichte des Unternehmens Pfitzer.

 

 




 

Pfizer

WKN: 852009

ISIN: US7170811035

 

 

Aktientipp Juni 2018 – kurz vorgestellt

Pfitzer ist heute mit einer Marktkapitalisierung von rund 187 Milliarden Euro eines der größten Pharmaunternehmen auf der Welt. Aber auch dieses Riesen Unternehmen hat mal klein angefangen und das schon vor 169 Jahren. Zwei deutsche Auswanderer aus Ludwigsburg gründeten in Brooklyn New York 1849 ein Feinchemie-Unternehmen. Der eine Auswanderer ist Apotheker mit Namen Karl Pfizer und der andere ist sein Cousin und heißt Karl Erhart. Karl Erhart ist Lebensmittelhändler und gelernter Konditor. Damit das Unternehmen gegründet werden konnte, mussten sich die beiden damals 2500 Dollar leihen. Eine Summe die damals sehr hoch gewesen ist.

Die Super Idee eines Konditors

In den ersten Jahren wurde sich vor allem auf Rochemikalien für die pharmazeutische und Lebensmittelindustrie konzentriert. Das Geschäft lief recht schleppend bis der Konditor Karl Erhart eine riesige Idee hatte, die das Unternehmen plötzlich auf sehr solide Beine stellen sollte. Die Idee ist so einfach wie genial gewesen, aber lest selbst:

Damals ist die Wurminfektion eine sehr verbreitete Krankheit gewesen. Mit Santoin gab es zwar ein sehr wirksames Mittel, doch es schmeckte so scheußlich das viele das Medikament verabscheuten. Der Konditor Karl Erhardt machte aus dem unbeliebtem Santoin eine süße Schleckerei in dem er der Medizin einem feinem Mandelgeschmack verpasste und es auch wie ein Plätzchen formte. In den folgenden Jahren wuchs das Unternehmen dank dieser „Leckereien“ immer weiter.

Vom amerikanischen Bürgerkrieg profitiert

In dem amerikanischen Bürgerkrieg hatte Pfizer auch eine entscheidende Rolle. Das Unternehmen versorgte die Nordstaaten mit dringend benötigtem Arzneimittel. Darunter waren so lebenswichtige Dinge wie Jod, Chloroform, Kampfer und Schmerz- und Desinfektionsmittel. Die Erträge aus den Kriegsjahren sind so groß, dass Pfitzer immer weiter expandieren konnte. 1868 beispielsweise kann Pfizer & Co ein Geschäftshaus in Manhattan kaufen. Das war auch bitter nötig, denn mittlerweile arbeiteten weit über 150 Menschen für Pfizer.

In den folgenden Jahren wurde der Erfolg weiter fortgesetzt und auch andere Produkte entwickelt. So wird Pfizer in den folgenden Jahren zum größten Produzenten von Zitronensäure und beliefert so Größen wie Coca-Cola und Pepsi. Bereits 50 Jahre nach der Gründung hatte das Unternehmen in den ganzen Vereinigten Staaten Filialen.

Zum Ende des zweiten Weltkriegs kam ein weiterer entscheidender Durchbruch hinzu, der Pfizer in den nächsten Jahrzehnten enorme Einnahmen bescherte. Pfizer gelang es als einer der ersten eine industrielle Massenproduktion von Penicillin aus Schimmelpilz zu entwickeln. Ein großer Durchbruch in der Geschichte der Medizin.

In den folgenden Jahrzehnten kamen so einige Zukäufe und Neuentwicklungen hinzu wie z.B. die Übernahme des Unternehmen Pharmacia 2003 oder die Übernahme von Wyeth 2009.

 

Aktientipp Juni 2018 – Kennzahlen

Aktienkurs Xetra 31,010 Euro (Stand 06.06.2018)

 

  • Eigenkapitalrendite: 29,73%
  • Eigenkapitalquote: 41,70%
  • EBIT Marge: 23,41%
  • Ergebnis je Aktie: 3,06 €
  • Dividende: 1,09€
  • Dividendenrendite: 3,53%
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis: 10,14
  • Kurs-Buchwert: 3,03
  • Börsenwert: 187 Mrd. €

 

 

Aktientipp Juni 2018 – Was spricht für Pfizer

Pfizer hat im ersten Quartal 2018 sehr gut verdient. Der Gewinn wurde um satte 14 Prozent gesteigert. In Zahlen ausgedrückt noch beeindruckender, so stieg der Gewinn auf 3,6 Milliarden US – Dollar (3 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum auf 12,9 Milliarden Dollar. Diese Steigerung hat das Unternehmen vor allem der Steuerpolitik von US-Präsident Trump zu verdanken. So sank die Steuerquote von knapp 20 Prozent auf nur noch knapp 13 Prozent.  Auch für den weiteren Jahresverlauf sehen die Gewinnprognosen nicht so schlecht aus.

Ein weiterer Pluspunkt sind die sehr guten Verkaufszahlen (viel besser als Erwartet) von dem Impfstoff „Prevnar„. Dieser Impfstoff soll gegen Pneumokokken helfen und das Lungenzündungsrisiko bei älteren Menschen deutlich verringern. Da unsere Gesellschaft immer älter wird hat dieser Wirkstoff noch weiteres hohes Potenzial.

Weitere Zulassungen von erfolgversprechenden Medikamenten sind schon Erfolgt (wie Medikament zur Behandlung von Darmentzündungen) oder stehen kurz bevor. Wenn sich diese erfolgversprechenden Medikamente durchsetzen könnte Pfizer seinen Gewinn in den nächsten Jahren noch weiter steigern.

 

 

Aktientipp Juni 2018 – Sehr gute Kennzahlen

Ein Blick auf die Kennzahlen lohnt sich bei Pfizer. Als erstes fällt der Blick auf das KGV von 10,14. Im Vergleich zu dem sehr ordentlichen Gewinn den Pfizer zurzeit einfährt ist die Aktien sehr günstig bewertet. Auch die weiteren Kennzahlen sehen sehr gut aus. Pfizer hat eine sehr ordentliche Eigenkapitalquote von knapp 43 Prozent. Zum ersten Mal seit einigen Jahren konnte das Eigenkapital 2017 wieder deutlich erhöht werden. Diese prall gefüllte Kasse von ungefär 70 Milliarden kann sich mehr als sehen lassen. Zudem gibt es eine sehr ordentliche Eigenkapitalrendite von 29 Prozent.

Für Dividendenjäger zudem interessant, ist die sehr solide Dividendenpolitik. So wurde die Dividende in den vergangenen Jahren immer weiter gesteigert. Zurzeit gibt es eine Dividendenrendite von 3,53 Prozent was sehr ordentlich ist.

Zu guter Letzt die EBIT-Marge von 23 Prozent. Mit dem Begriff EBIT wird der Gewinn vor Steuern und Zinsen ausgegeben. Und mit der EBIT-Marge werden die Zahlen ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt. Damit bekommt man eine Aussage wie rentabel ein Unternehmen ist. Zudem kann mit der EBIT-Marge recht einfach ähnliche Unternehmen miteinander verglichen werden.

Bei Pfizer sind es wie schon gesagt sehr gute 23 Prozent EBIT-Marge was Pfizer zu einem sehr rentablen Unternehmen macht.

 

 

Aktientipp Juni 2018 – welches Risiko besteht

Natürlich gibt es auch bei Pfizer einige Risiken, die es zu beachten gibt. So ist das Patent eines Verkaufsschlager von Pfizer ausgelaufen. Das Potenzmittel Viagra wurde von Pfizer 1998 auf dem Markt gebracht und hatte bisher einen sehr großen Anteil an dem Konzernumsatz. Doch nach Auslaufen des Patents gibt es einige Firmen die ähnliche Produkte anbieten. Das Unternehmen steht nun vor der Aufgabe einen adäquaten Ersatz zu finden. Einige Produkte stehen auch schon in den Startlöchern, aber ob sie das erwartete Potenzial ausschöpfen können, wird die Zukunft erst zeigen.

Einige Sparten laufen seit einigen Jahren nicht mehr so gut wie Pfizer es sich vorstellt. So versucht Pfizer für die Sparte Rezeptfreier Medikamente seit einigen Monaten einen Käufer zu finden. Bisher ist das noch nicht gelungen. Einige Interessenten sind aus verschiedenen Gründen wieder abgesprungen. Gelingt es Pfizer nicht die Problemkinder zu verkaufen oder zu sanieren kommen weitere Kosten oder Gewinneinbußen auf Pfizer zu.

 

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Aktientipp Juni 2018 – Fazit

Auch bei Pfizer sprechen die Kennzahlen für sich. EBIT-Marge, KGV, Eigenkapitalquote und die Dividende sprechen eine sehr deutliche Sprache. Pfizer ist ein sehr rentables Unternehmen was eine Menge Geld verdient. Auch die Größe und die prall gefüllte Kasse sprechen für ein Aktieninvestment. Pfizer gehört schon seit einigen Jahren zu den Grundwerten, die jedes Portfolio haben sollte. Die günstige Bewertung macht ein Einstig zur Zeit nach Meiner Meinung besonders interessant.

Ein gewisses Risiko besteht natürlich. Besonders dann, wenn Pfizer für das ausgelaufene Patent für Viagra kein passenden Ersatz findet. Aber da Pfizer sehr solide aufgestellt ist und nach meiner Meinung günstig bewertet ist lautet mein Aktientipp für Juni 2018 Pfizer.

 

Wichtig!!

Diese Aktienempfehlung ist meine persönliche Meinung und keine Erfolgsgarantie. Denken Sie immer daran, dass ein Verlustrisiko an der Börse immer vorhanden ist. Aus diesem Grunde übernehme ich keine Garantie, Gewährleistung und Haftung für das Risiko, dass Sie beim Börsenhandel eingehen.

 

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