Immobilienfinanzierung – welche Möglichkeiten gibt es

Immobilienfinanzierung ist ein sehr umfangreiches Thema. Hier erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung.

 

Immobilienfinanzierung

Die Webseite ImmobilienSpot.com hat bei mir angefragt ob Sie einen Artikel auf meiner Seite veröffentlichen können. Da Immobilien grundsätzlich zu der privaten Geldanlage dazugehören, fand ich Ihre Idee sehr gut. Auch habe ich noch nicht viel zu Immobilienfinanzierung veröffentlicht. Aus diesem Grund freue ich micht diesen Artikel zu veröffentlichen.

Der Erwerb oder der Bau einer Immobilie gehört üblicherweise zu den größten Projekten im Leben. Das gilt nicht zuletzt im Hinblick auf die Finanzierung. Kredite, die zu diesem Zweck aufgenommen werden, bedeuten oft eine Belastung auf Jahrzehnte. Daher ist sorgfältige Planung und Kalkulation nötig, nicht nur wenn es um das Objekt, sondern auch um das Geld dafür geht. Wir sagen Ihnen, welche Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung es gibt und was zu beachten ist.




Immobilienfinanzierung – die finanzielle Tragfähigkeit prüfen

Am Beginn jeder Baufinanzierung ist zunächst zu prüfen, ob die Immobilie auch tatsächlich erschwinglich ist. Dabei müssen nicht nur die eigentlichen Bau- und Kaufkosten berücksichtigt werden. Beim Immobilienerwerb fallen erhebliche Nebenkosten an (Grunderwerbsteuer, Notar-, Makler-, Gerichtskosten usw.), die leicht zehn Prozent und mehr der eigentlichen Objektkosten ausmachen können. Bei Kreditaufnahmen müssen die Raten und Laufzeiten so bemessen sein, dass genug übrig bleibt, um den laufenden Lebensunterhalt bestreiten zu können. Auch ein Puffer für Unvorhergesehenes sollte einkalkuliert werden. Eine Haushaltsrechnung hilft, die Belastungsgrenze zu kalkulieren.

 

Immobilienfinanzierung – ohne Eigenkapital geht es meist nicht

Es empfiehlt sich fast immer, möglichst viele Eigenmittel in die Finanzierung einzubringen. Eigenkapital hat den großen Vorteil, niemandem verpflichtet zu sein und keine Rückzahlungen leisten zu müssen. Viele Banken bieten heute zwar auch 100-Prozent-Kreditfinanzierungen an. Die sind jedoch überdurchschnittlich teuer und richten sich vor allem an Kreditnehmer mit hohem und sicherem Einkommen. Im Normalfall erwartet ein Kreditinstitut einen Eigenkapitalanteil von etwa 20 bis 30 Prozent. Dies ist auch ein bewährter Erfahrungswert. Eigenkapital vermindert das Finanzierungsrisiko und entlastet finanziell. Angesichts der niedrigen Zinsen ist die Investition in die eigene Immobilie eine der besten Anlage-Optionen, die es gibt.

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Immobilienfinanzierung – bewährt  Hypothekendarlehen

Hypothekendarlehen kommen bei den meisten Baufinanzierungen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um langfristige, grundpfandrechtlich abgesicherte Darlehen. Als Sicherheit dient meist eine Grundschuld auf das Grundstück bzw. Objekt, nicht etwa eine Hypothek, wie die Bezeichnung vermuten ließe. Üblich ist eine Ausgestaltung, bei der der Zins auf längere Zeit (fünf, zehn, fünfzehn Jahre) festgeschrieben ist und eine Tilgung in regelmäßigen Raten (Annuitäten)erfolgt. Nach Ablauf einer Zinsbindung erfolgt eine neue Zinsvereinbarung bzw. eine Anschlussfinanzierung nach den jeweiligen Marktverhältnissen. Wer sich ein günstiges Zinsniveau sichern will, vereinbart möglichst lange Zinsbindungen.

 

Immobilienfinanzierung – sonderformen: endfällige Darlehen und Forward-Darlehen

Daneben gibt es Hypothekendarlehen mit besonderen Ausgestaltungen. Bei endfälligen Darlehen findet die Tilgung nicht in Raten sondern als Einmalbetrag am Laufzeitende statt. Solche Darlehen werden oft mit einer Lebensversicherung oder einem Bausparvertrag kombiniert. Forward-Darlehen dienen dazu, sich einen günstigen Zinssatz für die Zukunft zu sichern. Bei ihnen erfolgt die Zinsvereinbarung bereits heute, die eigentliche Kreditauszahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Immobilienfinanzierung – Klassiker – der Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist auch heute sehr beliebt, um den Grundstock für eine Immobilienfinanzierung zu bilden. Er verbindet Eigen- und Fremdfinanzierung. In der Ansparphase wird zunächst systematisch Kapital angesammelt, gleichzeitig erwirbt der Bausparer einen Darlehensanspruch. Das Darlehen kann zur Auszahlung kommen, wenn der Vertrag zuteilungsreif ist. Der Vorteil des Bausparens ist: die Konditionen stehen von Anfang an fest. Eine solche Finanzierung lässt sich daher sehr gut kalkulieren. Was vorteilhafter ist – der Bausparvertrag oder ein Hypothekendarlehen, lässt sich allerdings meist erst im Nachhinein beurteilen.

 

Immobilienfinanzierung – besonders günstig – öffentliche Förderkredite

Der Staat unterstützt private Bauvorhaben mit besonders günstigen Darlehen. Vor allem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist für solche Förderkedite zuständig. Sie werden für die Bildung von Wohneigentum (KfW-Wohneigentumsprogramm), die Nutzung erneuerbarer Energien, energieeffizientes Sanieren und altersgerechten Umbau vergeben. Die Förderkredite stellen Hypothekendarlehen zu Vorzugskonditionen (niedriger Zins, tilgungsfreie Anlaufjahre) dar. Bei einigen Programmen wird auch die Gewährung von – nicht rückzahlbaren – Zuschüssen vorgesehen, was besonders attraktiv ist.

Immobilienfinanzierung – Modernisierungs- und Renovierungskredite

Viele Banken vergeben für kleinere Baumaßnahmen – vorzugsweise im Rahmen von Modernisierung und Renovierung – Kredite ohne grundpfandrechtliche Absicherung. Im Prinzip handelt es sich um einen normalen Ratenkredit zu etwas günstigeren Konditionen. Ein solcher Kredit ist schneller und einfacher zu haben als ein Hypothekendarlehen, bei dem die Absicherung erheblichen Zusatzaufwand bedeutet. Wenn es um kleinere Summen geht, kann sich ein solcher Modernisierungskredit durchaus lohnen.

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Immobilienfinanzierung – sich kompetent beraten lassen

Bei größeren Finanzierungsbeträgen kommen häufig mehrere Finanzinstrumente zum Einsatz. Sie sollten auf jeden Fall die Konditionen unterschiedlicher Anbieter vergleichen, denn bei den üblichen langen Laufzeiten besitzen bereits kleine Zinsunterschiede eine große Wirkung. Sie können mit gezielter Auswahl viel Geld sparen. Auch eine kompetente Beratung ist sehr zu empfehlen. Sie hilft dabei, das für Ihr Vorhaben beste Finanzierungspaket zu schnüren.

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