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Wie man sich für einen konkreten ETF entscheidet

ETF sind eine sehr gut Alternative zu dem klassischen Investment in Aktien und Wertpapiere. Wie Sie konkret den richtigen ETF finden, erfahren Sie hier.

 

Wie man sich für einen konkreten ETF entscheidet

 

An dieser Stelle ist zum ersten mal ein Beitrag der nicht von mir stammt. Es ist ein Gast Beitrag von Dr. Jürgen Nawatzki den Betreiber von ETF-Blog.com. In den letzten Wochen haben wir uns immer wieder ausgetauscht und die ein und anderen Tipps wurden hin und her geschickt. Ich freue mich deswegen sehr, dass er diesen Gast Beitrag über ETF´s für mich verfasst hat.




Börsengehandelte Indexfonds werden immer stärker nachgefragt. Ihre Vorteile, die in Einfachheit, Transparenz und niedrigen Kosten bestehen, setzen sich immer mehr durch.

Ein Indexfonds bildet einen bestimmten Börsenindex nach. Zwar kann ein solcher – auch Exchange Traded Funds (ETF) genannter Fonds – nicht seinen Index schlagen, aber er entwickelt sich proportional zu diesem.

Steigt der Index – steigt auch der jeweilige ETF – und wenn der Index fällt, sinkt auch der ETF im Kurs.

Anleger haben so die Marktrendite abzüglich der Verwaltungskosten sicher, während aktiv gemanagte Fonds – also Fonds mit einem Fondsmanager – diese Marktrendite nach Abzug ihrer deutlich höheren Kosten oft nicht erreichen.

Zwar gibt es börsengehandelte Indexfonds in Deutschland erst seit dem Jahr 2000, doch sind inzwischen allein an der Frankfurter Börse mehr als 1.100 von ihnen gelistet.

Weltweit werden rund 6.000 verschiedene ETFs angeboten, in die über 3.000 Milliarden USD investiert sind.

Bei diesem großen Angebot stellt man sich als Anleger natürlich die Frage, wie man aus der Vielzahl an angebotenen Indexfonds den für sich richtigen auswählen soll?

Dabei empfehle ich ein Vorgehen in mehreren Schritten:

  1.  Zuerst den infrage kommenden Index auswählen
  2.  Dann die dazu angebotenen ETFs ermitteln
  3.  Das Fondsvolumen dieser ETFs feststellen
  4.  Die Gesamtkostenquote der ETFs vergleichen
  5.  Die Entscheidung treffen.

Diese Schritte werden im Folgenden näher erläutert.

1. Auswahl des Index

Es gibt eine große Anzahl an Börsenindizes, die verschiedene Anlageklassen abbilden, wie

  • Aktien
  • Anleihen
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Währungen und den
  • Geldmarkt.

Also muss man sich zunächst darüber klar werden, in welche Anlageklasse man investieren möchte.

Da in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase vor allem Aktien erfolgversprechend sind, wollen wir uns diese Anlageklasse beispielhaft näher anschauen.

Für Anleger ohne Spezialkenntnisse kommen vor allem breit streuende Indizes wie zum Beispiel der MSCI World Index infrage.

Dieser Index enthält über 1.600 verschiedene Unternehmen aus 23 Industrieländern. In den letzten 44 Jahren hat er durchschnittlich um über 7 Prozent pro Jahr zugelegt.

So haben Anleger mit nur einer einzigen Investition bereits eine sehr gute Risikostreuung.

Um Ihr Investment auf eine noch breitere Basis zu stellen und um verstärkt Chancen wahrzunehmen, können Sie zusätzlich in Aktien-ETFs von Schwellenländern investieren, die durch den MSCI Emerging Markets Index repräsentiert werden.

Dieser Index umfasst rund 800 Unternehmen aus 23 Schwellenländern. Das Risiko ist hier etwas höher, so dass die beiden Anlagen vielleicht – je nach individueller Risikopräferenz – im Verhältnis 70 (MSCI World Index) zu 30 (MSCI Emerging Markets Index) gewichtet werden sollten.

Natürlich kann die Auswahl eines Anlegers auch auf ganz andere Indizes fallen, doch ist die Auswahl des jeweiligen Index der erste Schritt auf dem Weg zur Auswahl eines ETFs.

 

2. Ermittlung der Indexfonds, die diesen Index abbilden

Im nächsten Schritt werden die ETFs ermittelt, die den jeweiligen Börsenindex abbilden. Das kann man ganz einfach zum Beispiel bei justETF unter ETF-Suche und hier bei Indexauswahl.

Dort werden einem 14 verschiedene ETfs auf den MSCI World Index aufgelistet und 12 verschiedene Indexfonds für den MSCI Emerging Markets Index.

Im nächsten Schritt sucht man die ETFs heraus, die ein Fondsvolumen von mindestens 100 Mio. Euro haben.

3. Auswahl der Fonds mit einem großen Fondsvolumen

Je größer das Fondsvolumen eines ETFs, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser ETF geschlossen oder mit anderen ETFs verschmolzen wird. Das passiert manchmal, wenn das Fondsvolumen sehr klein ist und nicht zufriedenstellend wächst.

Von den 14 ETFs, die den MSCI World Index abbilden, haben 12 ein Fondsvolumen von mehr als 100 Mio. €.

Und von den Fonds auf den MSCI Emerging Markets Index haben acht ETFs ein Fondsvolumen, das größer ist als 100 Mio. €.

 

4. Ermittlung der niedrigsten Gesamtkostenquote

In diesem Schritt, werden von den Indexfonds mit einem Fondsvolumen größer als 100 Mio. € diejenigen ausgesucht, die die niedrigste Gesamtkostenquote aufweisen, in der englischen Fachsprache auch als Total Expense Ratio (TER) bekannt.

Beim MSCI World Index reicht das Spektrum an Verwaltungsgebühr beispielsweise von 0,19 Prozent p. a. beim CFS – db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF (DR) 1C bis zu 0,5 Prozent p. a. beim iShares MSCI World UCITS ETF (Dist).
Und bei den ETFs auf den MSCI Emerging Markets Index geht es los bei 0,20 Prozent p. a. für den Amundi ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF EUR und geht hoch bis 0,75 Prozent p. a. für den iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist).
Das zeigt, dass die Kostenunterschiede der einzelnen ETFs nicht unerheblich sind.

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5. Auswahl der konkreten ETFs

Da beide ETFs mit der niedrigsten TER auch ein Fondsvolumen von mehr als 100 Mio. € aufweisen, entfällt die Auswahl auf die folgenden beiden Indexfonds:

  • CFS – db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF (DR) 1C und
  • Amundi ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF EUR.

Damit ist eine rational begründete Auswahl für zwei konkrete Aktien-ETFs getroffen worden.

Fazit

ETFs werden immer beliebter und das Angebot steigt. Damit wird auch die Auswahl immer schwieriger.
Doch in einem Entscheidungsverfahren, bei dem mehrere Kriterien berücksichtigt werden, kann eine rational begründete Auswahl getroffen werden, die ökonomischen Kriterien genügt.
Dabei spielt der jeweilige Index selbst eine Rolle, aber auch das Fondsvolumen und die Gesamtkostenquote.
Damit sollte es Anlegern nicht mehr so schwer fallen, sich für konkrete Indexfonds zu entscheiden.

 

Dr. Jürgen NawatzkiDr. Jürgen Nawatzki ist Diplom-Kaufmann und war früher Finanzberater bei MLP, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Inzwischen ist er zusätzlich ausgebildeter Journalist und betreibt den Finanzblog ETF-Blog.com, in dem es um Geldanlage mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) und die Philosophie des passiven Investierens geht.

 

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Anleihen – warum Sie Ihr Depot nach vorne bringen?

Anleihen sind eine Variante der privaten Geldanlage. Bringen Sie die bessere Rendite im Vergleich zum Tages- oder Festgeld? Sind Anleihen der Renner 2016? 

 

Anleihen - Warum Sie Ihr Depot nach vorne bringen?

 

2016 wird aller Voraussicht nach ein weiteres Jahr der niedrigen Zinsen werden.  Die Rendite die mit Tages- und Festgeld erzielt werden kann, liegt knapp über der Inflationsrate. Welche Möglichkeiten gibt es noch für den privat Anleger neben Aktien noch um eine bessere Rendite einzufahren?  Anleihen oder besser noch Unternehmensanleihen bieten solche Chancen. Was sie genau sind, wie sie funktionieren und welche Risiken damit verbunden sind, möchte ich in den folgenden Absätzen etwas näher beschreiben.




Anleihen – kurz beschreiben!

Anleihen sind im Grunde Schuldverschreibungen die von Unternehmen oder auch Staaten herausgegeben werden. Mit Anleihen hat der Staat oder das Unternehmen eine weitere Möglichkeit an Geld vom Kapitalmarkt zu kommen. Staaten wie Deutschland oder die USA geben monatlich sehr viele Anleihen heraus und finanzieren damit unter anderem den Staatshaushalt.

Wenn Sie nun Anleihen von einem Unternehmen oder Staat kaufen, geben Sie diesem  einen Kredit für eine bestimmte Zeit. Dafür erhalten Sie eine vorher festgelegte Zinszahlung und am Ende der Laufzeit Ihr Geld zurück. Mit diesem Geld können Unternehmen wieder arbeiten und z.B. Investitionen machen.

 

 

Anleihen – welche Risiken sind damit verbunden?

Staatsanleihen gelten in der Regel als sicherer Unternehmensanleihen. Das hat damit zu tun, dass Länder meistens durch die Steuereinnahmen eine zuverlässige Geldeinnahmequelle haben, was Länder vor einem Bankrott schützt.

Unternehmen haben diese Luxuseinnahmen leider nicht. Sie müssen sehen, dass sie mit ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung so viel Geld erwirtschaften, dass Kredite in Form von Anleihen zurückgezahlt werden können. Wenn ein Unternehmen das nicht mehr kann und  Bankrott anmeldet, werden die Anleihen sofort wertlos. Das kann natürlich auch bei Staaten passieren, aber das Risiko ist ungleich geringer.

Eine gute Hilfe um die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten zu beurteilen sind Ratingagenturen.  Ratingagenturen vergeben anhand eines Punktesystems Noten. So werden die verschiedenen Anleihen in unterschiedliche  Risikoklassen unterteilt. Staatsanleihen haben in der Regel eine etwas bessere Bonität als Unternehmensanleihen.  Deutschland hat die sehr begehrte Bestnote Triple A was kaum einem Konzern gelingt.  Aus diesem Grund müssen selbst sehr gute Unternehmen mehr Zinsen für ihre Anleihen bezahlen als Staaten mit dem höchsten Rating.

Diesen Risikoaufschlag kann man sich als Anleger aber gut zunutze machen, weil es sehr viele sehr solide aufgestellte Unternehmen gibt wo das Risiko eines Totalverlusts auch sehr gering ist. Diesen Risikoaufschlag nennt man übrigens Spread.

 

 

Anleihen – wo können sie gehandelt werden?

Die meisten Unternehmensanleihen werden an der Börse gehandelt. Aber es gibt auch ein sehr bedeutendes Segment des außerbörslichen Handels über Banken. Solche Geschäfte werden auch OTC- Geschäfte genannt. OTC steht übrigens für „Over the Counter“ was ungefähr übersetzt“ über die Ladentheke“ heißt.

Durch den wesentlich geringeren Handel gibt es auch viel weniger Marktplätze als Börsen. Aufgrund der geringen Größe kann es allerdings zu einem Liquiditätsrisiko kommen. Das passiert wenn Sie Unternehmensanleihen eines bestimmten Unternehmens verkaufen wollen, Sie aber dafür keinen Käufer finden. Das Risiko wird noch verstärkt, je geringer das Volumen einer Anleihe ist.

 

 

Anleihen – warum sie für 2016 gute Chancen bieten?

Die europäische Zentralbank hat Ende des vergangenen Jahres beschlossen das Anleihekaufprogramm noch zu erweitern. Die EZB kauft jeden Monat für ca. 60 Milliarden  Anleihen (meistens Staatsanleihen). Allein die sehr hohe Nachfrage (künstlich durch die EZB erzeugt) sollten sich die Kurse für Anleihen nach oben bewegen.

Das Anleihekaufprogramm hat noch einen weiteren Effekt. Die einmal gekauften Anleihen verschwinden erstmal vom Markt. Dies hat zur Auswirkung das der Markt weniger liquide ist und die Kurse viel extremer schwanken werden als es vor der Krise  der Fall gewesen ist.

Einen Nachteil hat die Aktion der EZB aber dennoch. Durch die Anleihenkäufe werden den Staaten indirekt sehr günstige Kredite vergeben. Das Ausfallrisiko wird aber dadurch immer geringer eingeschätzt (Die EZB wird es schon richten) was die Risikoaufschläge fast nach ganz unten korrigieren lässt.

Bleiben in diesem Markt also nur noch Unternehmensanleihen von soliden Unternehmen übrig.   Sie bieten in der Regel eine Rendite die weit über denen von Staatsanleihen liegt.

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Anleihen – worauf ist zu achten?

Es ist schon ein sehr schwieriges Umfeld was zur Zeit vorherrscht. Aus diesem Grund habe ich ein paar Kriterien aufgestellt, die es meiner Meinung nach zu beachten gibt.

  1. Es sollte ein Papier sein was möglichst sicher ist. Das heißt, dass ein Ausfallrisiko während der Laufzeit möglichst gering ausfallen sollte.
  2. Eine möglichst kurze Laufzeit sollte gewählt werden. So ist es wesentlich einfacher das Ausfallrisiko einzuschätzen.
  3. Um eine ordentliche Rendite zu bekommen, sollten Sie auf Emittenten der Mittelklasse setzen. Hier ist oft das Chance-Risiko-Verhältnis am besten.

 

Fünf Beispiele für Anleihen die nach meiner Meinung gute Chancen bieten:

Name ISIN Kurs in % Kupon in % Laufzeit Rendite in %
Thyssen Krupp DE000A1MA9H4 103,1 4,375 28.02.17 1,775
Daimler DE000A169G15 101,91 1,4 12.01.24 1,19
Volkswagen XS0782708456 101,28 1,875 15.05.17 0,71
Wienerberger AT0000A0PQY4 109,23 5,25 04.07.18 1,35
Dürr XS1048589458 105,26 2,875 03,04,21 1,9

Anleihen – Fazit

Anleihen bieten 2016 eine super Möglichkeit das Depot breiter aufzustellen und nicht alles auf Aktien auszurichten. Wer mich kennt  weiß das ich  sowieso immer empfehle die Geldanlage so breit wie möglich aufzustellen.  Mit ein bisschen Aufwand sind recht schnell gute Kandidaten gefunden.

Noch ein Tipp zum Schluss: Auf Onvista ist die Suche nach den richtigen Anleihen schnell und einfach erledigt.

 

ETFs – was machen sie so interessant?

ETFs was machen sie so interessant? Ich möchte Ihnen zeigen was ETF´s zur Geldanlage so interessant machen und wie sie zur Geldanlage genutzt werden können.

 

ETFs was machen sie so interessant

 

Exchange-Trades-Funds sind eine sehr beliebte und günstige Form der Geldanlage. Sie können wie Wertpapiere an der Börse gehandelt werden.  An Handelstagen wechseln ihre Kurse genauso wie etwa bei Aktien.

ETFs sind aber auch von ihren Eigenschaften sehr mit den klassischen Investmentfonds vergleichbar. Sie investieren ähnlich wie Fonds in einen „Korb“ von Wertpapieren z. B. Aktien. Sie als Anleger sind mit Ihrem Kapital  an Anteile von dem gesamten Wertpapierkorb des ETFs investiert. Das hat den großen Vorteil, dass Sie Ihr Vermögen möglichst breit streuen um das Risiko zu minimieren.




ETFs was machen sie so interessant – etwas zur Geschichte von Exchange-Trades-Funds

Wie bei so vielem kam die Idee aus den USA nach Deutschland. In den USA gibt es schon seit dem Anfang der 90er Jahren börsengehandelte  Investmentfonds. Die bekanntesten dürften die folgenden drei gewesen sein:

  • SPDRs (gesprochen Spiders): Indexfonds auf den Standard & Poors Index
  • Diamonds: Fonds der die Wertentwicklung des Dow Jones Industrial Average abbildet.
  • Qubes: Sind Indexfonds die den Nasdaq 100 Index zugrunde legen. Der Name Qubes kommt von dem Ticker Symbol der Indexfonds das sich aus drei „Qs“ (QQQ) zusammensetzt.

Seit April 2000 werden auch an der Deutschen Börse in Frankfurt Anteile  bestimmten Indexfonds wie herkömmliche Wertpapiere gehandelt. Dafür wurde extra ein neues Börsensegment mit dem Namen „XTF“ (Exchange Traded Funds) eingerichtet. Es gibt mittlerweile eine recht große Auswahl an Index und aktiv gemanagte Fonds (kurz ETFs) die von herkömmlichen Fondsgesellschaften aufgelegt und anschließend zum Börsenhandel zugelassen werden.

 

 

ETFs was machen sie so interessant – wodurch unterscheiden sich normale Fonds zu ETFs?

Einer der größten Unterschiede zu herkömmlichen Fonds ist die Tatsache das ETFs börsennotiert sind. Das bedeutet, dass Anteile an ETFs fortlaufend während der normalen Börsenzeiten gehandelt werden können. Währenddessen für normale Fonds die Fondsgesellschaften nur einmal am Tag den Kurs (Nettoinventarwert oder Net Asset Value) berechnen, zu denen Fondsanteile ge- und verkauft werden können. Dadurch, dass der fortlaufende Anteilshandel,  während des Tages ausgeschlossen ist, können auch heftige Preisschwankungen im Laufe einer Börsensitzung bei herkömmlichen Fonds nicht ausgenutzt werden.

Der nächste große Unterschied sind die Ziele die mit den Fonds verfolgt werden.  Aktiv gemanagte Fonds haben das Ziel immer eine höhere Rendite zu erwirtschaften als der Vergleichsindex (das gelingt leider viel zu selten). Dies wird durch aktives Management versucht. ETFs haben nicht dieses Ziel. Sie bilden nur einen Index 1 zu 1 nach und verzichten auf teures Management, was in der Regel auch zu günstigeren Gebühren führt.

Bei ETFs die einen Index nachbilden, liegen diese Gebühren bei rund 0,1 Prozent. Bei aktiv gemanagten Fonds sind die Gebühren deutlich höher. Sie liegen in der Regel zwischen einem und zwei Prozent.

Die Differenz zwischen Geld und Briefkurs (Spread) ist bei ETFs auch deutlich geringer. In der Regel liegt die Differenz bei maximal 1 Prozent, bei den aktiv gemanagten Fonds meistens zwischen 1,5 und 2,5 Prozent.

 

 

ETFs was machen sie so interessant – Vorteile

1. Kosten: Die niedrigen Kosten sind eigentlich der größte Vorteil von ETFs. Beim Kauf und Verkauf eines ETFs an der Börse fallen wie bei einer Aktie bankübliche Gebühren an. Ausgabe- und /oder Rücknahmegebühren wie bei klassischen Fonds fallen bei ETFs nicht an. Wie schon weiter oben beschrieben, sind die jährlichen Verwaltungskosten deutlich niedriger, was sich gerade auf lange Sicht deutlich bemerkbar machen kann.

2. Hohe Flexibilität und Liquidität: Da ETFs während der Handelszeiten der Börse gekauft werden können, sind sie genau wie Aktien eine sehr liquide Geldanlage Möglichkeit. Dies wird durch sogenannte Market Maker gemacht, die verbindliche Geld und Briefkurse garantieren. Jeder ETF Anbieter muss mindestens einen Market Maker haben, aber die meisten Fondsgesellschaften arbeiten mit mehreren Market Maker zusammen was für zusätzliche Liquidität sorgt.

3. Hohe Transparenz: Dadurch das sehr viele ETF Anbieter auf ihre Webseite täglich ihre Zusammenstellung ihres Portfolios bekanntgeben sind diese sehr transparent. Normale Fonds machen das oft nur halbjährlich.

4. Diversifikation: Mit ETFs haben Sie die Möglichkeit zu niedrigen Kosten Ihr Depot breit aufzustellen. Wenn Sie z.B. in Werten des DAX investieren wollen, brauchen Sie nur den ETF kaufen der den DAX nachbildet. So brauchen Sie nicht in alle 30 DAX Titel investieren, was mit deutlich höhreren Gebühren verbunden wäre.

 

 

ETFs was machen sie so interessant – die Strategie

Da es praktisch für alle Anlageklassen wie z.B. Aktien, Zinswerte, Immobilien und Rohstoffe ETFs gibt, ist es möglich viele Anlagestrategien komplett mit ETFs umzusetzen. Sie brauchen also nicht in sehr viele Einzelaktien zu investieren, sondern kaufen die ETFs die den Index nachbilden, wo Sie meinen die beste Rendite zu bekommen. Am besten und einfachsten ist das mit einem monatlichen Sparplan möglich. Sie kaufen damit monatlich mit einer festgelegten Summe verschiedene ETFs und nutzen somit auch noch den Cost Averrage Effect. Eine Geldanlagestrategie mit ETFs sollte aber unbedingt auf einen längeren Anlagezeitraum ausgelegt werden (mindestens 5 Jahre besser 10 Jahre oder länger).

 

ETFs was machen sie so interessant- hier nochmal in Stichworten zusammengefasst.

Hier habe ich zur einfachen übersicht ETFs in Stichworten nochmal zusammengefasst.

  •  werden an der Börse gehandelt und es ist deswegen jederzeit möglich zu kaufen oder zu verkaufen.
  •  bilden einen Index 1 zu 1 nach.
  •  sind Anlagefonds mit denen Sie in einen großen „Korb“ von Wertpapieren investieren.
  •  haben kein teures Management, weil sie passiv verwaltet werden. Die Gebühren sind deswegen meist deutlich günstiger.
  •  sind ideal für den langfristigen Vermögensaufbau, gerade weil die Verwaltungsgebühren deutlich geringer sind, was zu beträchtlichen Renditeunterschieden führen kann.

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ETFs was machen sie so interessant – Fazit

Mein Fazit zu ETFs fällt überaus positiv aus, weil eine Geldanlage in ETFs sehr viele Vorteile bietet. Es ist sehr einfach ETFs zu kaufen, durch die niedrigen Kosten wird die Rendite nochmal gesteigert, durch Sparpläne kann der Cost Averrage Effect genutzt werden, und es eignet sich im hohen Maße auch für kleine Anlagesummen.  Also nun viel Spaß mit dem Vermögensaufbau mittels ETFs.

Aktien die einem Aktiendepot Sicherheit bieten!

Aktien die einem Aktiendepot Sicherheit bieten gehören als Basisinvestment in jedes Depot. Die Gründe dafür und welche das sein können erfahren Sie hier.

 

Aktien die einem Aktiendepot Sicherheit bieten

 

Ein Aktiendepot sollten Sie so aufstellen, dass eine möglichst große Streuung garantiert ist. Es sollten Aktien aus verschiedenen Ländern und Branchen vertreten sein. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht nur Aktien in Ihrem Depot halten die ein hohes Chance /Risiko Potenzial haben. Das bedeutet, dass diese Aktien ein hohes Potenzial haben ihre Kurse zu steigern aber es auch genauso sein kann, dass Verluste eingefahren werden können.




Deswegen gehören in ein gut aufgestelltes Aktiendepot auch immer Aktien die schon seit Jahrzehnten überdurchschnittliche Renditen abwerfen und daher als Basisinvestment gelten. Solche Aktien werden in der Regel einmal gekauft und danach für immer gehalten.

Hier zwei Beispiele, die Zeigen welches Potenzial in Qualitätsaktien stecken können:

  • Wenn Sie vor 40 oder 50 Jahren Aktien von Berkshire Hathaway gekauft hätten, (mit einem überschaubaren Betrag) dann wären Sie heute Millionär.
  • Oder Sie hätten vor 20 Jahren Aktien von BASF für 20.000€ gekauft und die Dividende jedes Jahr wieder angelegt, dann hätten Sie heute eine Milion zusammen.

 

Aktien die einem Aktiendepot Sicherheit bieten – wie  können Sie solche Aktien finden die als Basisinvestment gelten?

Aktien die als Basisinvestment gelten können Sie am einfachsten nach den folgenden Kriterien Auswählen:

  • Geschäftsmodell: Ideal wären Firmen die ein Produkt verkaufen, wo diese die alleinige Marktführerschaft besitzen. Aber auch sonstige Wettbewerbsvorteile oder ein extrem starker Markenname können hier von Vorteil sein.
  • Größe: Da Sie die Aktie kaufen wollen und eine lange Zeit festhalten wollen, sollte das Unternehmen eine gewisse Größe haben. Denn erst dann ist die Chance für das Unternehmen groß, die Geschäfte „bis in alle Ewigkeit“ fortzuführen. Der Börsenwert eines solchen Unternehmens sollte mindestens auf dem Niveau von Dax-Titeln (knapp über 4 Milliarden) sein, was die Schwelle für Übernahmen sehr hoch legt.
  • Geschichte: Um aus der Vergangenheit genügend Rückschlüsse zu ziehen muss eine Aktie mindestens 25 Jahre an der Börse gehandelt worden sein. Die Aktie sollte in dieser Zeit den Börsenindex geschlagen und regelmäßig die Dividende erhöht haben.
  • Bewertung: Da diese Dauerläufer Qualitätsaktien sind, werden diese nie (oder selten) billig zu bekommen sein. Sie sollten aber beim Kauf darauf achten, dass der KGV nicht deutlich über 20 liegt. Ansonsten sollten Sie warten und bei Korrekturen zugreifen, oder nach einem anderen Qualitätsunternehmen Ausschau halten.

Das die Bilanzen bei diesen Firmen sehr ordentlich sind versteht sich von selbst. Auch müssen alle 4 Kriterien erfüllt sein, um als Basisinvestment zu gelten.

 

Aktien die einem Aktiendepot Sicherheit bieten – hier finden Sie einige Beispiele von Qualitätsaktien!

 

  • Berkshire Hathaway: Die Aktie ist sicherlich der Klassiker schlechthin. Sie bietet auch den Vorteil das durch die über 100 Firmen und Beteiligungen ein guter Querschnitt durch die US-Wirtschaft zusammen kommt.
  • Nestle: Die Firma stellt Güter des täglichen Bedarfs her, die weltweit verkauft werden. Unter dem Firmennamen gibt es einige sehr starke Markennamen und die Größe (Marktwert 228Mrd.) spricht für sich.
  • Unilever: Auch diese Firma stellt Güter des täglichen Bedarfs her und hat auch eine Menge Markennamen die Weltweit bekannt sind. Da die Produkte von Nestle und Unilever auch in einer Krise benötigt werden, sind diese beiden Aktien gegen Kursverluste relativ gut abgesichert.
  • BASF: Die Firma hat in der Chemiebranche bei einigen Produkten die absolute Weltmarktführerschaft. Außerdem achtet die Geschäftsführung auf ein stets optimierten Produktmix.
  • Reliance Industries: Ist ein Kandidat aus der Ölindustrie, welches mit den Einnahmen aus dem Energiegeschäft den Aufbau neuer Sparten finanziert. Es sollte dadurch auch in den nächsten Jahren sehr Erfolgreich sein.

 

Diese fünf Firmen sind nur einige Beispiele für Qualitätsaktien um zu verdeutlichen was ich damit meine, wenn ich von einem Basisinvestment spreche. Es gibt sicherlich noch eine ganze Reihe anderer Firmen die den vier Kriterien entsprechen, aber seien Sie bei der Auswahl sorgfältig, denn Sie wollen ja über einen langen Zeitraum Spaß an der Aktie haben.