Aktienstrategien

Aktienstrategien sind besonders wichtig um an der Börse Erfolg zu haben. Hier finden Sie ein paar einfache Strategien für eine erfolgreiche Aktienanlage.

 

Aktienstrategien

Wer Erfolg an der Börse haben möchte, muss sich eine Aktienstrategie zurechtlegen.  Ohne eine solche Strategie ist es eigentlich ein Glücksspiel und meistens verlieren Sie.

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich so einige Aktienstrategien bewährt, aber nicht immer sind diese einfach zu verstehen oder zu befolgen. Daher möchte ich Ihnen hier einige Aktienstrategien vorstellen, die einfach zu verstehen sind und die ohne einen großen Recherche- und Rechenaufwand anzuwenden sind. Folgende Aktienstrategien sind hier zu finden:

 

Aktienstrategien – die Dividendenstrategie

Ein Klassiker unter den Aktienstrategien ist die Dividendenstrategie. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten. Aber das Grundprinzip besteht darin, dass Sie Aktien hauptsächlich nach der Höhe der Dividendenzahlungen kaufen. Die Kursentwicklung spielt bei dieser Strategie eine zweitrangige Rolle, sondern sie wollen mit den regelmäßigen Ausschüttungen an die Aktionäre einen Gewinn erzielen.

Bei dieser Strategie suchen Sie sich Unternehmen heraus, die eine ordentliche Dividendenrendite zahlen (mindestens 2 – 3 Prozent sollten es schon sein). Zudem sollten Sie sich die Unternehmen etwas genauer anschauen und  sich fragen ob das Unternehmen auch in Zukunft einen soliden Gewinn erwirtschaften kann und somit eine Dividende zahlen wird. Am besten gelingt das Unternehmen die einen starken Markennahmen haben, über ein gutes Produkt verfügen, oder in ihrem Segment Marktführer sind.

Bei dieser Strategie wird  also angenommen das die Unternehmen,  eine hohe Dividende zahlen, einen soliden Gewinn machen und auch in Zukunft sich am Markt durchsetzen können. Es lauern bei dieser Strategie auch so einige Gefahren. So können Unternehmen für einen kurzen Zeitraum Dividenden bezahlen, die sie sich verglichen mit dem Gewinn, eigentlich nicht leisten können. Das tun sie um Anleger ein wenig zu täuschen (oder auch zu locken), damit sie in ihr Unternehmen investieren. Dies lässt sich aber recht einfach durchschauen, indem man sich die Dividendenzahlungen der Vergangenheit anschaut. Ist die Dividendenzahlung in den letzten Jahren gleichmäßig geblieben (am besten steigend) dann ist die Chance hoch das dies auch so bleibt.

Die Dividendenstrategie ist besonders für Anleger geeignet, die über eine begrenzte Zeit verfügen, da sie nur ein bis zweimal im Jahr nach ihrem Depot schauen müssen. Diese Aktienstrategie ist auch besonders als Langzeitanlage geeignet, da es meistens solide Unternehmen sind, die die Kriterien für eine Dividendenstrategie erfüllen.

 

Aktienstrategien – die Value Strategie

Eine der bekanntesten Aktienstrategien ist die Value Strategie. Das hat sie vor allem dem Börsen Guru Warren Buffet zu verdanken der nach dieser Strategie handelt. Es geht bei dieser Strategie darum, Qualitätsaktien mit einem hohen inneren Wert zu finden und das natürlich zu einem möglichst geringem Preis. Sie kaufen also nicht aufgrund des Aktienkurses oder der Dividendenrendite, sondern Sie kaufen, weil Sie die Qualität des Unternehmens überzeugt.

Die große Frage ist nun aber, wie stelle ich die Qualität eines Aktienunternehmens fest?  Um das herauszufinden spielt die Fundamentanalyse eine wichtige Rolle. Mit der Fundamentanalyse müssen Sie sich nun mit den Unternehmenskennzahlen beschäftigen und sie bewerten. Wichtige Kennzahlen die betrachtet werden müssen sind das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), die Dividendenrendite und das Gewinnwachstum.

Es gehört schon ein wenig Übung und Erfahrung dazu, um anhand dieser Kennzahlen festzustellen ob ein Unternehmen unterbewertet, also kaufenswert ist. Hier mal zwei Beispiele wie Kennzahlen auszusehen haben damit ein Unternehmen als unterbewertet gilt:

  • KGV sollte unter 10 liegen
  • KBV kleiner als 1 (ist leider nur sehr selten der Fall)

Wenn Sie nun eine solche unterbewertete Aktie gefunden und gekauft haben, sollten Sie von einem langen bis sehr langen Anlagezeitraum ausgehen. Es braucht halt seine Zeit das sich die Wertsteigerung einstellt die durch die fundamentalen Kennzahlen angedeutet wurde.

Daher eignet sich die Value-Strategie vor allem für sicherheitsbewusste Anleger. Die Strategie hat aber den Nachteil, dass man einen recht hohen Zeitaufwand benötigt bis ein Unternehmen erst mal gefunden wird was unterbewertet ist. Es kann schon mal sein, dass Sie sich hunderte Unternehmen anschauen müssen, bis Sie eine Qualitätsaktie finden.

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Aktienstrategien – die Top-Flop-Strategie

Als nächstes möchte ich Ihnen eine Strategie vorstellen die mit wenig Aufwand verbunden ist und daher gut für den Privatanleger geeignet ist. Es geht damit los das zu Jahresbeginn aus einem Index, wie dem DAX die fünf Aktien mit der schlechtesten Performance des vergangenen Jahres gekauft werden. Der Grund warum die größten Verlierer ausgewählt werden ist recht simpel. Man verspricht sich von diesen Aktien das größte Aufholpotenzial. Sie gehen also eine Wette darauf ein das gerade diese Verlierer zum Turnaround ansetzen.

Nachdem sechs Monate vergangen sind müssen Sie nun wieder aktiv werden. Denn nun wird das Depot umgeschichtet und die Aktien gekauft die in dem gleichen Index in dem ersten Halbjahr den höchsten prozentualen Gewinn erzielen konnten. Gehören die Aktien zu den größten Gewinnern die Sie am Anfang des Jahres gekauft haben dann werden diese nicht verkauft. Alle verbleibenden Aktien in Ihrem Depot „fliegen heraus“,

„Windows Dressing“ nennt sich der Hintergrund warum nach sechs Monaten das Depot umgeschichtet werden soll. Die Vergangenheit hat nämlich gezeigt das zum Jahresende hin die Fondsmanager in die größten Gewinneraktien investieren um ihr Portfolio optisch besser dastehen zu lassen. Ist der Jahreswechsel erreicht, beginnt man nun wieder von vorne und verkauft alle Aktien die nicht zu den größten Verlierern gehören.

Der Vorteil dieser Strategie ist das Sie nur zweimal im Jahr tätig werden müssen und es lässt sich sehr leicht herausfinden welche Aktien zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern gehören. Gerade für Börsenanfänger oder für Anleger die wenig Zeit haben um sich ums Depot zu kümmern ist die Top-Flop-Strategie besonders geeignet.

Da das Depot bei dieser Strategie nur zweimal im Jahr umgeschichtet wird und die Performance der Aktien außerdem leicht zu ermitteln ist, eignet sich die Top-Flop-Strategie auch für Börsenanfänger oder Anleger mit wenig Zeit, die ihr Depot nicht ständig im Blick behalten können.

 

Aktienstrategien – die Momentum-Strategie

Bei der Momentum Strategie handelt es sich wieder um eine Strategie die mit einem höheren Zeitaufwand verbunden ist. Sie ist daher nicht für jedermann geeignet, aber ich möchte sie trotzdem hier vorstellen, weil es möglich ist mit ihr eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften.

Das Prinzip der Momentum- Strategie ist recht einfach. Sie kaufen Aktien die in der jüngsten Vergangenheit gut gelaufen sind und Kursgewinne eingefahren haben. Sie gehen also davon aus das der Trend bei diesen Aktien weiter anhält.

Es gibt sehr viele Momentum Strategien. Ich möchte Ihnen hier die Theorie der relativen Stärke von Robert Levy vorstellen, die zu den bekanntesten gehört. Nach Levy werden die Aktien eines Index (wie z.B.der DAX) nach einem festen Prinzip in einer Rangliste geordnet. Dabei wird von jeder Aktie die Kursentwicklung der letzten 26 Wochen betrachtet. Sie müssen nun von jeder Aktie die 26 Wochenschlusskurse addieren und anschließend durch 26 teilen damit Sie einen Durchschnittswert erhalten. Anschließend wird der aktuelle Kurs jeder Aktie durch den Durchschnittskurs geteilt. Wenn Sie nun einen Wert erhalten der größer als 1 ist dann haben Sie für diese Aktie ein Kaufsignal in der Hand.

Nun wird aber noch nicht gekauft. Levy gibt vor, daas Sie dies zunächst bei allen Aktien des Index tun müssen. Danach erstellen Sie eine Rangliste wo der höchste Wert oben stehen sollte. Jetzt werden aber nur fünf bis sieben Prozent der Rangliste gekauft, was beim DAX zwei Aktien bedeuten würde.

Mit dem Kauf der Aktien ist Ihre Arbeit aber noch nicht getan, sondern diese Rangliste wird jede Woche auf Basis der letzten 26 Wochen neu berechnet. Sind nun Aktien dabei die Sie gekauft haben und aufgrund der Neuberechnungen ins hintere Drittel der Liste fallen, werden diese verkauft. An ihrer Stelle kaufen Sie nun wieder Aktien mit den höchsten Platzierungen die Sie noch nicht im Depot haben.

Wie schon gesagt ist die Momentum Strategie nicht für Jedermann geeignet, weil sie vor allem sehr Zeitintensiv ist. Auch für Börsenanfänger kann ich die Strategie nur sehr bedingt empfehlen, weil doch einiges an Erfahrung dazu gehört. Zudem können hohe Kosten auf Sie zukommen, weil Sie im Extremfall jede Woche Ihr Depot umschichten müssen. Als weiterer Nachteil ist zu sehen, dass die Kursverluste bereist sehr hoch sein können bevor die Aktien verkauft werden, da diese zunächst ins hintere Drittel der Rangliste rutschen müssen.

Die besten Ergebnisse werden Sie mit der Momentum-Strategie erzielen, wenn sich der Markt in einem Aufwertstrend befindet. In Phasen wo es immer wieder bergauf und bergab geht sind mit der Momentum-Strategie nicht so gute Ergebnisse zu erzielen.

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Aktienstrategien – „Saisonalitäten“

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch eine recht simple Strategie vorstellen. Mit der Aktienstrategie Saisonalitäten sollten Sie in saisonal starken Zeiten investieren und in saisonal schwachen Zeiten Ihr Investment stark verringern oder sogar ganz aussteigen.

Die alte Börsenweisheit „Sell in May and Go Away, but Remember to Come Back in September“ gilt wunderbar für diese Aktienstrategie. Denn tatsächlich herrscht in den Sommermonaten meistens eine flaute. Die Ursachen hierfür sind ganz simpel. Viele Marktteilnehmer befinden sich aufgrund der Ferienzeit im Urlaub, was sich in Form geringerer Umsätze wiederspiegelt. Zum Jahresende kommt es sehr oft zu einer sogenanten Jahresendrally wo der Aktienmarkt erfahrungsgemäß kräftig zulegt. Diese immer wiederkehrenden Muster macht sich diese Aktienstrategie zu Nutze.

Leider hat auch die Saisonalitätenstrategie einen großen Nachteil. Sie gibt Ihnen nicht vor welche Aktien Sie kaufen sollen, was die Sache wieder schwierig macht. Sie können allerdings darüber Nachdenken diese Strategie mit einer anderen Strategie zu mischen, was die ganze Sache schon wieder interessanter macht.

 

Aktienstrategien – Fazit

Welche Strategie Sie nun bevorzugen  ist  von Ihren persönlichen Geschmack abhängig. Haben Sie Spaß daran jede Woche einen Aktienindex neu auszuwerten oder wollen Sie sich so wenig wie möglich um Ihr Depot kümmern? Für welche Strategie Sie sich auch immer entscheiden, denken Sie daran, es ist immer besser eine Strategie zu haben als planlos an der Börse zu handeln.

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