Girokonto leichter wechseln

Ein Girokonto leichter zu wechseln ist nun durch ein neues Gesetz möglich. Was neu ist und welche Gründe für einen Wechsel sprechen, ist hier zusammengefasst.

 

Girokonto leichter wechseln

 

Passend zu meinem letzten Beitrag zum Thema Dispokredit sind in der letzten Woche gute Nachrichten für Bankkunden erschienen. Der Gesetzgeber macht es uns, den Bankkunden, deutlich einfacher sein Girokonto zu wechseln. Die Banken werden mit dem Gesetz sogar gezwungen ihren Kunden beim umziehen des Kontos zu helfen.

Das Gesetz mit dem besonderen Namen Zahlungskontogesetz ist seit einigen Tagen in Kraft. Es bedeutet für den Verbraucher, dass nur noch ein Formular für den Wechsel ausgefüllt und unterschrieben werden muss. Musste sonst sehr viel mehr Papierkram beim Kontowechsel erledigt werden, übernehmen dies jetzt die Banken.




Girokonto leichter wechseln – was ist neu?

Wie schon beschrieben, brauchen von jetzt an die Bankkunden nur noch ein einziges Formular ausfüllen und dann sind die Banken am Zug. Die alte und die neue Bank haben anschließend für den Girokontowechsel maximal zwölf Tage Zeit um den Wechsel abzuschließen.

In diesen zwölf Tagen sollen die Banken alle Informationen über regelmäßige Buchungen wie Daueraufträge oder Einzugsermächtigungen austauschen. So sollen automatisch der Arbeitgeber, der Energieversorger, die Rentenversicherung usw., über die neue Bankverbindung informiert werden. Das Gesetz geht sogar soweit, dass die Banken dafür haften, wenn Buchungen nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden können.

Das ist natürlich eine sehr große Erleichterung für uns Kunden, weil wir uns sonst immer um alles selber kümmern mussten.

 

 

Girokonto leichter wechseln – Achtung!!!

Bevor ein Wechsel durchgeführt wird, sollten Sie als Bankkunde allerdings darauf achten, dass Ihr Konto nicht im Minus ist. Wenn das der Fall sein sollte, kann ich nur dazu raten das Konto vor dem Wechsel auszugleichen, weil es sonst zu Problemen beim Wechsel führen kann.

Auch wichtig ist daran zu denken mit der neuen Bank über die Höhe des Dispos zu sprechen und diesen entsprechend nach den eigenen Wünschen einrichten zu lassen. Es ist nicht selbstverständlich das der gleiche Dispo wie bei der alten Bank übernommen wird.

 

Girokonto leichter wechseln – Gründe für einen Wechsel

Der Hauptgrund für einen Wechsel der Bank sind die Gebühren für das Girokonto. Weil in der seit einiger Zeit andauernden Niedrigzinsphase einige Banken Probleme haben sich zu finanzieren, haben viele die Gebühren für das Girokonto erhöht.

Als ein Beispiel möchte ich hier die Postbank nennen. Diese hatte über Jahre ein kostenloses Girokonto. Ab November hat die Postbank in ihrer „neuen Kontowelt“ dieses aber nicht mehr im Programm. Das Giroplus kostet dann 3,90 Euro im Monat. Ein kostenloses Konto bietet die Bank nur noch für unter 22 jährige und für Menschen mit regelmäßigem Geldeingang von über 3.500 Euro an.

Diesem Beispiel folgen viele Banken, was die Direktbanken wieder mehr ins Spiel bringt. Sie bieten sehr oft auch weiterhin das Girokonto kostenlos an.

 

Girokonto leichter wechseln – Worauf ist sonst noch zu achten?

Wie so oft steckt der Teufel im Detail. Direktbanken bieten in der Regel Girokonten an, wo das papierlose Onlinebanking kostenlos ist. Wichtig sind auch die Zusatzleistungen die eine Bank bietet. Gibt es eine Kreditkarte kostenlos dazu? Wie hoch sind die Dispozinsen die man bezahlen muss, wenn das Konto mal überzogen wird? Wo ist der nächste Geldautomat um Bargeld abzuheben? Denn was nützt die günstigste Bank wenn immer Gebühren anfallen wenn an „fremden“ Geldautomaten Geld abgehoben werden muss.

Die Antworten auf diese Fragen sind neben den Kontogebühren entscheidend bei der Auswahl des neuen Girokontos.

Noch mehr Informationen zum Girokonto gibt es hier!

 

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Girokonto leichter wechseln – Fazit

Gerade jetzt wo viele Banken anfangen Gebühren fürs Girokonto zu erheben kommt das neue Gesetz für uns Verbraucher gerade richtig. So wird die Hemmschwelle genommen sich ein neues Girokonto zu suchen. Denn den ganzen lästige Papierkram übernehmen jetzt die Banken. Das kann wieder zu mehr Wettbewerb führen, was  uns Verbrauchern wieder zu Gute kommt.

Mich würde interessieren ob für Euch ein Kontowechsel durch das neue Gesetz eher in Frage kommt. Schreibt doch einfach Eure Meinung in einem Kommentar.

 

Dispokredit – Die einfache Schuldenfalle

Ein Girokonto besitzt  jeder. Aber wissen Sie auch wie hoch Ihr Dispokredit ist? Warum ein hoher Dispokredit der Anfang einer Schuldenfalle sein kann!

 

Dispokredit - Die einfache Schuldenfalle

 

Das Girokonto mal eben ein klein wenig überziehen um noch eine wichtige (oder auch unwichtige) Investition zu tätigen. Ich denke, dass hat fast jeder schon einmal gemacht. Es ist aber auch so einfach seinen Dispokredit auszunutzen (so wird die Kontoüberziehung genannt) den einem die Bank gewährt. Ist es nur eine kleine Summe die schnell wieder ausgeglichen wird, sollte das auch kein Problem darstellen. Problematischer wird die ganze Sache, wenn dauerhaft mit dem Dispokredit gelebt wird. Warum das so ist und welche Maßnahmen dagegen helfen können würde ich gerne in den folgenden Absätzen erläutern.




Dispokredit – was ist das eigentlich?

Ein Dispokredit wird auch sehr oft Überziehungskredit oder auch Dispositionskredit genannt. Diesen Kredit bekommt ein Darlehensnehmer auf seinem Girokonto eingeräumt, welches er jederzeit flexibel nutzen kann. Die Höhe des eingeräumten Kredits wird meist an der Höhe der jeweiligen monatlichen Geldmenge festgemacht und kann bis zum dreifachen davon betragen. Ein Dispokredit ist in der Regel nicht zeitlich begrenzt. Wie bei jedem Kredit fallen auch bei dem Dispokredit Zinsen an, die an die Bank gezahlt werden müssen.

Diese Zinsen sind in der Höhe von Bank zu Bank sehr unterschiedlich, gehören aber meistens zu den teuersten Zinsen die für Verbraucherkredite zu zahlen sind. Zinsen die über 10 Prozent liegen, sind auch in Niedrigzinsphasen immer noch keine Seltenheit.

 

 

Dispokredtit – warum werden so hohe Zinsen verlangt?

Da die Höhe der Zinsen in der Öffentlichkeit ein stark diskutiertes Thema ist, haben die Banken eine Reihe von Argumenten parat, warum die Zinsen für einen Dispokredit so viel höher sind als z.b ein Ratenkredit. Einen kleinen Auszug der Argumente habe ich mal zusammengestellt:

  • Da der Verbraucher jederzeit über den vereinbarten Kreditrahmen verfügen kann, ist es für die Banken schwer zu planen wie viel Geld sie für diese Kredite bereithalten müssen
  • Der vereinbarte Kreditrahmen muss von der Bank parat gehalten werden, auch wenn der Kunde diesen gar nicht nutzt. Mit diesem Geld kann die Bank nicht arbeiten und anderweitig Geld verdienen.
  • Seit der Finanzkrise sind die regulatorischen Anforderungen an die Bank gestiegen, was zu erheblichem Mehraufwand führt.
  • Auch eine Folge der Finanzkrise ist , dass die Banken für Dispokredite Eigenkapital hinterlegen müssen.
  • Die hohe Flexibilität für den Verbraucher führt zu höheren Verwaltungskosten die sich zum Teil aus Risikoprämie, Refinanzierungskosten, Eigenkapitalkosten usw. zusammensetzen.
  • Zudem wird aus allen Dispokrediten die Ausfallwahrscheinlichkeit errechnet, da allen Kunden der gleiche Zinssatz angeboten wird. Beim Ratenkredit beispielsweise wird der Zinssatz etwas individueller mithilfe der Bonität des Kreditnehmers angepasst.

Das sind nur einige Gründe warum die Banken einen hohen Zinssatz für einen Dispokredit verlangen müssen. Ob Sie das auch so sehen, müssen Sie für sich entscheiden.

 

 

Dispokredit – welche Gefahren lauern dort?

Hat man sich einmal an ein Leben im Dispo gewöhnt, fällt es vielen Menschen schwer dort wieder herauszukommen. Ich würde sogar sagen, dass diese Leute ihre Ausgaben und Einnahmen nicht mehr im Griff haben. In der Regel wird am Anfang des Monats durch das Gehalt und andere Einnahmen der Dispo wieder ausgeglichen, aber am Ende des Monats ist der alte Stand wieder erreicht. Das Böse erwachen folgt dann im Folgemonat wenn die Dispozinsen fällig werden.

Eine weitere Gefahr ist, dass die Bank jederzeit die Rückzahlung des Kredites verlangen kann. Dieses muss zwar für den Verbraucher in einer angemessenen Frist geschehen, kann aber dann sehr schnell zu großen Problemen führen. Diese Rückzahlungen verlangen Banken recht häufig, wenn es zu Verschlechterungen der Geldeingänge kommt (z.B durch geringeres Einkommen).

 

 

Dispokredit – kennen Sie ihre Dispozinsen?

Laut einer FORSA Umfrage 2016 bei 1.000 Kreditnehmern die mir die SMAVA AG zur Verfügung stellte, kannten 42 % ihren Dispozins nicht. Fast die Hälfte aller befragten wussten also nicht wie hoch der Zinssatz ist den ihre Bank verlangt.  Meiner Meinung nach ist dies ein großer Vorteil der Banken. So können sie ja fast alles verlangen, weil es scheinbar der Hälfte von uns egal ist.

Aus der Umfrage kam zudem heraus, dass besonders junge Menschen (19-39 Jahre) die Höhe der Dispozinsen nicht kannten. Dort sind es sogar 53 Prozent. Sehr interessant fand ich auch, dass 50 Prozent der Menschen mit niedrigem Einkommen (unter 1.500 Euro) nicht wussten wie hoch der Zinssatz ist. Gerade dort sollte man meinen, dass jeder Euro gespart werden muss.

Seien Sie ehrlich, kennen Sie die Höhe Ihrer Dispozinsen?

 

 

Dispokredit – was kann ich gegen hohe Dispozinsen tun?

Ist man sich über die Höhe der Dispozinsen im klaren und der Dispokredit wird nie oder selten benutzt, kann man sich auf dem Markt umschauen und zu einer Bank wechseln die niedrigere Zinsen fordert. Wird der Dispo aber schon seit Jahren ausgenutzt wird diese Möglichkeit schwieriger.

Folgende Möglichkeiten gibt es dann nur noch um aus dem Dispokredit mit hohen Zinsen herauszukommen:

  • Die beste Möglichkeit ist natürlich langsam durch Sparen oder Mehreinnahmen den Dispokredit zu verkleinern, bis er möglichst auf null ist.
  • Ist das nicht möglich sollte versucht werden den teuren Dispokredit durch einen günstigeren Rahmenkredit oder Ratenkredit abzulösen. Damit lässt sich viel Geld sparen was folgendes Rechenbeispiel zeigt:

Ein Girokontonutzer ist 6 Monate mit 1.500 Euro im Dispo. Der Dispozins beträgt in diesem Fall 12% was ihm somit jeden Monat 15 Euro an Zinsen kostet. Nach 6 Monaten haben sich so die Zinskosten auf 90 Euro summiert.

Wird nun der Dispokredit in einen Kleinkredit von 1.500 zu einem Zinssatz von 0,99 % umgewandelt würde er  bei einer Laufzeit von 36 Monaten 61,10 Euro sparen. Dieser Kredit würde trotz der langen Laufzeit nur 22,90 Euro kosten

Das Beispiel zeigt, dass es sich sehr schnell lohnen kann einen dauerhaften Dispokredit in einen Ratenkredit umzuwandeln.

  • Eine weitere Möglichkeit wäre eine vorhandene Lebensversicherung zu beleihen und damit den Kredit abzulösen. Dies ist aber eher ein Sonderfall, weil es erst mal eine Lebensversicherung voraussetzt, die beliehen werden kann. In der Regel ist die Lebensversicherung aber für andere Dinge angespart worden. Ich wollte aber diese Möglichkeit auch erwähnen.

Dispokredit – Fazit

Ich fand es schon sehr erstaunlich, dass knapp die Hälfte der befragten nicht wusste wie hoch ihre Dispozinsen sind. Ich denke, weil viele davon ausgehen den Dispokredit nur kurz oder gar nicht zu benutzen, wird es schon nicht so wichtig sein. Die paar Euro die es kostet!! Die Banken freut es und wenn die Schuldenfalle einmal zugeschnappt hat  wird es umso schwieriger da wieder herauszukommen.

Mich würde interessieren wie meine Leser mit dem Thema der Dispozinsen umgehen. Wussten Sie die Höhe? Ich würde mich über Eure Kommentare freuen.

Aktientipp September 2016

Die Mittelständische Pharma Holding AG ist mein persönlicher Aktientipp September 2016. Warum das so ist und welche Aussichten bestehen, erfahren Sie hier.

 

Aktientipp September 2016

 

Seit dem letzten Aktientipp im Mai sind 3 Monate vergangen in denen ich keine neuen Tipps veröffentlicht habe. Das hat einen einfachen Grund, denn aus meiner Sicht gab es keine Aktien die ich für kaufenswert hielt. Das hat sich im September geändert. Die Aktien der MPH Mittelständische Pharma Holding AG halte ich zur Zeit für sehr kaufenswert. Warum das so ist, werde ich in den folgenden Absätzen erläutern.
MPH Mittelständische Pharma Holding AG




WKN: A0L1H3

ISIN: DE000A0L1H32

 

 

Aktientipp September 2016 – MPH Mittelständische Pharma Holding AG kurz vorgestellt

Die MPH Mittelständische Pharma Holding AG ist ein noch recht junges Unternehmen mit Sitz in Berlin, welches erst im November 2008 gegründet worden ist. Im September 2009 hat das Unternehmen schon den Schritt an die Börse gewagt und ist seit 2012 im Entry Standard der Frankfurter Börse vertreten. Der Hauptaktionär ist die Magnum AG mit dem Sitz in Schönefeld. Die Magnum AG hält rund 60% der Aktienanteile an dem Unternehmen.

Die MPH ist eine Investmentgesellschaft die den Fokus auf den strategischen Ankauf, Aufbau und Verkauf von Unternehmen und Unternehmensanteilen legt. Insbesondere wird dabei in Unternehmen aus dem Gesundheitsmarkt investiert.

Das Ziel von MPH ist es in profitable Wachstumsunternehmen zu investieren um dessen Wert zu steigern was schlussendlich auch den Wert der MPH steigern soll. Dieses Ziel versucht die MPH auch zu erreichen indem aktiv in den jeweiligen Geschäftsfeldern eingegriffen wird. Wenn dann mal ein Verkauf getätigt wird, werden die freigewordenen liquide Mittel wieder zum Aufbau neuer Wachstumsfelder genutzt.

Besonders großes Augenmerk wird dabei auf die Herstellung von Generika für die Onkologie gelegt . Da das Angebot aber relativ breit gefächert ist, finden sich auch Therapiemöglichkeiten gegen Rheuma und HIV darunter, sowie auch gegen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Ganz neu im Portfolio der MPH befindet sich die M1 Med Beauty AG. Dort werden Schönheitsoperationen und verschiedene medizinische Behandlungen angeboten.

 

 

Aktientipp September 2016 – die Kennzahlen

Aktienkurs Xetra 2,761 Euro (Stand 12.09.16)
Eigenkapitalrendite: 59,42 %

Eigenkapitalquote: 91,99 %

Ebit Marge: 33,96 %

Ergebnis je Aktie: 1,96

Dividende 0,12

Dividendenrendite: 4,64 %

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 3,63

 

 

Aktientipp September 2016 – Warum nun MPH Mittelständische Pharma Holding AG

Warum nun ist die MPH für mich im September ein klarer Kaufkandidat? Erst mal sind da die beeindruckenden Kennzahlen. Das KGV ist mit 3,63 extrem niedrig, was große Hoffnung auf Kurssteigerungen macht. Zudem ist die Eigenkapitalsituation besonders gut. Die Eigenkapitalrendite mit knapp 60% und besonders die Eigenkapitalquote von fast 92% sind schon nicht schlecht. Zum einen ist das ein sehr gutes Zeichen für ein gesundes Unternehmen was mit wenig Kredite seine Geschäfte finanzieren kann, zum anderen sind diese super Kennzahlen ein guter Schutz gegen schlechtere Zeiten. Auch scheint genügend Kapital vorhanden zu sein, um die nächsten vielversprechenden Investitionen tätigen zu können.

Aber auch der Gesundheitsmarkt bietet ein sehr großes Entwicklungspotenzial. Besonders bei chronischen Erkrankungen wird der Bedarf nach geeigneten Therapiemaßnahmen, meiner Meinung nach, in den nächsten Jahren zunehmen. Ich sehe die MPH mit ihren Leistungen gegen HIV, Krebs und anderen chronischen Krankheiten sehr gut aufgestellt. Zudem kommt jetzt das Geschäft finanzstarker privater Patienten, die sich eine Schönheits- OP leisten wollen.

 

flatex – ausgezeichnete preise

 

Als Bonus oben drauf zahlt die MPH zur Zeit auch noch eine Dividende von 0,12 Euro je Aktie an ihre Aktionäre. Das macht eine Dividendenrendite von ca. 4,6 Prozent aus. Dieser Wert ist schon  herausragend, was dann auch mal einen Kursverlust verschmerzen lässt, wenn die üppige Dividende gezahlt wird.

Aus diesen drei Gründen ist die MPH Mittelständische Pharma Holding AG mein klarer Favorit für den September 2016

 

Wichtig!!

Diese Aktienempfehlung ist meine persönliche Meinung und keine Erfolgsgarantie. Denken Sie immer daran, dass ein Verlustrisiko an der Börse immer vorhanden ist. Aus diesem Grunde übernehme ich keine Garantie, Gewährleistung und Haftung für das Risiko, dass Sie beim Börsenhandel eingehen.

Gold als Krisenschutz

Gold als Krisenschutz hat eine sehr lange Tradition. Warum das gerade heute umso wichtiger ist und wie es am besten umsetzbar ist, erfahren Sie hier.

 

Gold als Krisenschutz

 

Unser bekanntes Papiergeld wurde und wird immer ungezügelter gedruckt. Aus diesem Grund sollte auf jeden Fall eine Art Depotsicherung vorhanden sein. Gold hat diese Funktion in den vergangenen Jahrhunderten mit großem Erfolg eingenommen und auch jetzt scheint Gold als Krisenwährung zu funktionieren. Wenn die Nachfrage nach Gold weiter wächst, sollte man schon investiert sein um ordentlich von der Kurssteigerung  zu profitieren.




Gold als Krisenschutz – warum nicht so wie früher?

Heute lese ich immer wieder von Derivaten (meist sehr kompliziert) mit denen man sein Depot gegen Krisen absichern kann. Beim lesen stelle ich mir häufig die Frage, warum das so kompliziert sein muss. Warum sollte man sein Depot nicht einfach so absichern wie es vor ca. 20-30 Jahren üblich gewesen ist.

Damals gab es wie heute genug Bedrohungen für das hart ersparte Depot. Die Bedrohungen aus dem Osten, eine sehr hohe Inflation (zur Zeit undenkbar) oder auch das Risiko eines Atomkrieges sind nur einige um sie zu nennen. Um das Depot abzusichern ist es selbstverständlich gewesen einen Anteil von mindestens 10 Prozent inGold im Depot zu halten.

Gold bringt zwar keine Zinsen aber die Absicherung funktioniert schon seit mehreren Jahrhunderten. Auch in der jüngsten Vergangenheit scheinen sich wieder viele Anleger an die Krisenwährung Gold erinnert zu haben. Am Tag der Brexit Entscheidung legte der Goldpreis um bis zu acht Prozent zu und hat auch in den letzten Wochen nicht viel von seiner Stärke eingebüßt.

 

Gold als Krisenschutz – welche Risiken lauern heute

Immer mehr Zentralbanken drucken Geld in bisher unbekannter Höhe. Geld das durch nichts gedeckt ist. (siehe auch) Wäre das nicht ein Traum wenn jeder Bürger immer wieder Kredite aufnehmen könnten, ohne das irgendwelche Sicherheiten wie etwa Lohn, das Auto oder auch die eigene Immobilie dahinter stehen würden? Jedem muss klar sein das dies nicht lange funktionieren wird. Aber genau das machen die Zentralbanken zur Zeit und ein Ende ist nicht in Sicht.

Es ist natürlich etwas einfach das Geld der Zentralbanken mit Krediten von Normalbürgern zu vergleichen aber im Grunde ist es  so. Das ganze funktioniert auch nur, weil das Schuldenmachen durch die niedrigen Zinsen zur Zeit nichts kostet. Bei mir und bei vielen anderen wächst die Skepsis ob diese Politik noch zu beherrschen oder zu ändern ist.

Seit der Finanzkrise hat sich bei fast allen Ländern die Lage verschlechtert. Die Relation zwischen Wirtschaftsleistung, Schulden und Umfang der Bilanzen der Zentralbanken ist fast überall auf der Welt aus dem Ruder gelaufen.

Beispiele für Risiken sind etwa:

Italiens Banken stehen kurz vor einem Kollaps. Seit der Finanzkrise 2008 sitzen Italienische Banken auf „faule“ Kredite in Höhe von ca., 380 Milliarden Euro. Das ist ein fünftel der italienischen Wirtschaftsleistung. Mehr als die Hälfte dieser Kredite werden nicht mehr bedient, weil die Schuldner pleite sind. Was ein Bankencrash in Italien für Auswirkungen hätte, sollte jedem klar sein.

Oder die USA. Dort sind die Firmenkredite seit der Krise 2008 um 50 Prozent höher. Was diese Tatsache aber noch viel schlechter darstellt ist, dass der Anteil der schlechten Ratings dreimal so hoch ist wie vor der Krise.

Ich könnte hier noch eine ganze Reihe von Risiken aufzählen, belasse es aber dabei weil ich auch keine Panik verbreiten möchte. Es sollte nur verdeutlichen, dass das Risiko einer Krise immer noch vorhanden ist.

 

 

Gold als Krisenschutz – warum ist Gold noch günstig

Auf der ganzen Welt ist der Anteil von Gold in den verschiedenen Portfolios noch sehr gering. Er ist in den vergangen Jahren immer weiter zurückgegangen. Durch die Brexit Krise z.B. hat sich die Nachfrage im ersten Quartal um 300 Tonnen erhöht, was einen Preisanstieg von ca. 20 Prozent zur Folge hatte.

Wenn man bedenkt das diese 300 Tonnen etwa einen Anlagebetrag von elf Milliarden ausmachen, kann man sich schon ausmalen wie wenig das noch ist. Wenn man dann noch den gesamten Betrag der Wertpapieranlage der deutschen von ca. 8000 Milliarden anschaut, sieht man schnell welches Potenzial noch in Gold steckt. Wenn davon nur 5 Prozent in Gold umgeschichtet würden, hätte das wohl große Auswirkungen auf den Goldpreis. Darum bin ich der Meinung das der Goldpreis immer noch recht günstig ist.

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Gold als Krisenschutz – welche Möglichkeiten gibt es.

Die ganz alte Methode für ganz vorsichtige Menschen ist das direkt Investment in Gold. Dazu eignen sich am besten Goldbarren und Goldmünzen wie etwa der Krügerrand. Goldmünzen gelten bis heute als Zahlungsmittel und werden sehr wahrscheinlich bei einer großen weltweiten Finanzkrise das Bargeld ersetzen.

Wer nicht von einem ganz großen Crash ausgeht, kann etwa zu Aktienfonds greifen die mit Gold zu tun haben, wie etwa der Franklin Gold & Prec. Metals (ISIN LUO496367417). Dieser Fonds kauft Aktien von Goldminen Betreibern die auch von einem starken Goldpreis profitieren würden.

Eine weitere Möglichkeit sind auch Anlageprodukte mit physischer Unterlegeung von Gold, wie etwa EUWAX Gold der Börse Stuttgart (ISIN DE00WGOLD1). In dieser  Anlageform wird in eine unbefristete Inhaberschuldverschreibung investiert die zu 100 Prozent mit Gold unterlegt ist und den Anspruch auf  die Lieferung von physisches Gold verbrieft.

Wer noch mehr zum Thema Gold als Geldanlage wissen möchte, der wird hier fündig!!

 

 

Gold als Krisenschutz – Fazit

Krisen hat es immer und wird es immer wieder geben. Zur Zeit ist die Gefahr für eine Krise wieder recht hoch. Aus diesem Grund sollte jeder Depotinhaber darüber nachdenken, sein Depot krisensicher zu machen. Meiner Meinung nach, ist das mit Gold recht einfach umzusetzen. Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, aber ich hoffe ich habe mit dem Artikel ein wenig zum nachdenken angeregt.